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- Appaloosa ist eine Pferderasse, die vom spanischen Pferd abstammt, das im 18. Jahrhundert nach Nordamerika importiert wurde.
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- Ihre Entwicklung soll von den Nez Percé in Nordamerika ausgehen. Appaloosas sind Freizeit- bzw. Sportpferde, die sich vor allem
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- im Westernbereich großer Beliebtheit erfreuen.
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Exterieur
- Appaloosa haben einen für Westernpferde typischen Körperbau im meist quadratischen Rahmen.
- Dazu gehört ein kleiner zum Pferd passender Kopf mit großen, wachen Augen und einer geraden Nasenlinie,
- eine schräge, gut bemuskelte Schulter,
- ein kurzer, kräftiger Rücken und
- eine schräg abfallende Kruppe, ebenfalls stark bemuskelt.
- Diese Qualitäten befähigen die Pferde besonders auf kurzer Strecke schnell zu werden und wendig zu sein, wie das früher auf
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- der Ranch Arbeit in Amerika besonders gebraucht wurde.
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- Heutzutage werden aber auch spezialisierte Typen gezüchtet, je nachdem für welchen Zweck man sie einsetzen möchte.
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- Grundsätzlich fallen die Pferde durch ihr charakteristisches Farbfleckenmuster auf.
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- Die charakteristischen Merkmale, an denen man auch viele einfarbige Appaloosa erkennen kann, sind das "Menschenauge" und die
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- gefleckte Haut, überall zu erkennen, wo sie nicht von Fell überdeckt wird, z. B. an den Nüstern, um die Augen oder an
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- den Geschlechtsteilen.
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- Auch die gestreiften Hufe bei dunklem Kronenrand werden so verursacht.
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- Diese Merkmale werden auch als Kriterium für die reguläre Eintragung der Pferde herangezogen.
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Die Muster der Tigerzeichnung sind:
- Weißgeborene
- Das Pferd wird weiß geboren und durchläuft keinen Farbwechsel. Weißgeborene sind immer homozygot (Reinerbigkeit)für das Gen
- Volltiger
- Als Volltiger (engl. Leopard) bezeichnet man Pferde, die auf weißem Hintergrund viele kleine meist runde dunkle Flecken haben.
- Schabrackentiger
- Als Schabrackentiger (englisch: Blanket, von türkisch: çaprak, ‚Satteldecke') werden Tigerschecken bezeichnet, bei denen ein
- erheblicher Teil des Pferdes die normale Grundfarbe zeigt, während ein abgerundeter Bereich von der Kruppe ausgehend weiß ist.
- Die Größe der Schabracke ist sehr variabel, gelegentlich treten Flecken innerhalb jener auf.
- Der Schneeflockentiger (englisch: Snowflake) hat kleine weiße Flecken über den Körper verteilt.
- Varnish Roan
- Ähnlich wie beim Schimmel tauchen auch beim Varnish Roan mit den Jahren immer mehr weiße Haare im Fell auf. Dunkel bleiben nur
- die Hautareale, wo Knochen dicht unter der Haut liegen. Das sind zum Beispiel die Vorderbeine bis zum Karpalgelenk.
- Die dunkle Farbe läuft vorne in einer Spitze aus. An den Hinterbeinen reicht sie bis zum Sprunggelenk.
- Außerdem gibt es dunkel bleibende Stellen am Beinansatz vorne und hinten (Ellenbogengelenk und Kniegelenk).
- Im Gesicht vorne bleibt ein dunkles V bestehen, während Stirn und Kopfseiten weitgehend weiß werden. Mähne und Schweif
- bleiben ebenfalls etwas dunkler.
Verwechslungsmöglichkeiten
- Schimmel in der Phase des Ausschimmelns: Das Gesicht wird als erstes hell, besonders in dem Bereich, wo beim Varnish Roan das
- dunkle V bestehen bleibt.
- Stichelhaariges Pferd: Das Gesicht bleibt vollständig dunkel, die dunkle Farbe reicht bei den Beinen bis zum Ellenbogen- bzw.
- Hüftgelenk. Sie bleiben im gesamten Verlauf ihres Lebens in etwa gleich gefärbt, wenn man davon absieht, dass die Menge der
- Stichelhaare mit den Jahreszeiten wechselt.
- Rabicano: Die stichelhaarigen Bereiche sind weniger ausgedehnt als beim Stichelhaarigen Pferd und liegen vorwiegend im Bereich
- des Brustkastens. Die Pferde werden im Verlauf ihres Lebens nicht heller.
- Einfarbige Tiere
- Nicht bei jedem Pferd wirkt sich das Gen auf das Aussehen aus.
- Übergangsformen
- Da alle diese Farben von einem einzigen Gen hervorgerufen werden, gibt es fließende Übergänge zwischen ihnen. Tigerschecken
- mit dunklen Fellbereichen können immer auch wie der Varnish Roan im Laufe ihres Lebens heller werden.
- Pintaloosas
- Pferde die neben dem Tobiano-Gen [Der Name Tobiano stammt aus dem Südamerika des 19. Jahrhunderts. Ein General Tobias führte
- eine Kavalleriedivision, deren Pferde überwiegend Tobiano-gescheckt waren bei dem Kampf von Buenos Aires gegen die Spanier.]
- noch ein Tigerschecken-Gen haben, werden als Pintaloosas *) bezeichnet, eine Zusammensetzung der Wörter Pinto
- (amerikanisch für "Schecke") und Appaloosa.
- Die Tigerschecken können im Laufe ihres Lebens einen starken Farbwechsel durchlaufen, d. h. die Grundfarbe kann aufhellen,
- also mit weißen Haaren vermehrt durchsetzt werden ("aufroanen"), oder sie bekommen weiße Flecken. Die Farbe eines Pferdes kann
- sich im Laufe der Zeit mehr oder weniger stark verändern.
- Alle Basisfarben sind zugelassen mit Ausnahme der Plattenschecken (Merkmal der Paint Horses = unerwünscht) und des Schimmels.
- Der Schimmel hat die Eigenschaft, die Zeichnung des Appaloosa zu überdecken und zu reinem Weiß zu vernichten. Früher wurden
- Schimmel eingekreuzt, jedoch ist heute die Schimmelfarbe ausgeschlossen.
- Die Zucht des Appaloosa Horses ist zwar eine Farbzucht, die aber mindestens ebenso viel Wert auf eine Korrektheit des Gebäudes
- und Interieur des Pferdes legt. Aus Anpaarungen zweier "bunter" Appaloosas fallen nicht zwangsläufig "bunte" Fohlen, sondern
- auch Fohlen ohne Merkmale und ohne typische Fellzeichnung.
Interieur
Der Appaloosa verfügt über Ausdauer, Leistungsbereitschaft und Menschenbezogenheit im Umgang. Doch vor allem qualifiziert ihn
seine Ruhe und Gelassenheit, diese Eigenschaften machen ihn geeignet zum Familien- sowie Sportpferd.
Zuchtgeschichte
- Durch Abbildungen ist bekannt, dass getupfte Pferde schon seit langer Zeit in der alten Welt bekannt waren.
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- Es ist davon auszugehen, dass diese Pferde durch die spanischen Eroberer in die neue Welt gelangten, wo sie durch Verwilderung
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- ihre Spuren bei den Mustangs Nordamerikas hinterließen.
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- In der Palous-Prärie (Die Herkunft des Namens Palouse ist unklar.) in Idaho lebte der Indianerstamm der Nez Percé, der als
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- einziger dafür bekannt ist, eine systematische Pferdezucht betrieben zu haben.
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- Abgeleitet von dem Zuchtgebiet, erhielt der Appaloosa auch seinen Namen. In einer legendären Flucht versuchten die Nez Percé
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- im Jahr 1877 der Vernichtung durch den weißen Mann zu entkommen, was jedoch letztendlich scheiterte.
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- Auf diesem Treck verlor ein Großteil der Pferde sein Leben, sodass nur noch eine kleine Population aufrechterhalten werden konnte.
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- Aus diesen kleinen Beständen entwickelte man ab 1938 eine Zuchtpopulation, die am Ende des 20. Jahrhunderts auf über 500.000 Tiere angewachsen war.
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- Die Rasse zählt nach dem Quarter Horse und dem Paint Horse zu den beliebtesten Pferden Nordamerikas und hat ihre Popularität
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- auch über die Grenzen zurück in die Alte Welt ausgedehnt.
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- Die Farbe der Appaloosastute liegt zwischen Varnish Roan und Weißgeboren, das Fohlen ist ein Volltiger
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- Im Jahr 1975 kamen die ersten Pferde dieser Rasse nach Deutschland.
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- Ihre Spur verlor sich, da es nur vereinzelte Pferde waren, die man nicht richtig einordnen konnte.
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- 1978 fasste eine kleine Gruppe von Bewunderern reinrassiger Appaloosa-Pferde den Entschluss zur Vereinsgründung des
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- Appaloosa-Pferdestammbuchs Deutschland e.V., der sich zur Aufgabe machte:
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- die in der Bundesrepublik vorhandenen Appaloosa-Pferde zu erfassen,
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- Appaloosa-Freunde und -Züchter zu informieren und ihre Interessen zu vertreten, die Appaloosa-Rasse bekannt zu machen,
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- eine möglichst baldige Anerkennung eines eigenständigen Zuchtverbandes in Deutschland zu erlangen.
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- 1994 wurde der Appaloosa Horse Club Germany gegründet, der diese Rasse heute in Deutschland betreut.
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- Die Verwaltung des Zuchtbuches in Nordamerika liegt in den Händen des Appaloosa Horse Clubs mit Sitz in Moscow,
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- (Moscow ist der Verwaltungssitz des Latah County im US-Bundesstaat Idaho. ) wo auch ein großes Informationszentrum entstanden ist.
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- Vorgaben dieses Mutterverbandes in den USA lassen die Einkreuzung von Quarter Horses, Arabischem und Englischem Vollblut zu.
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- Das hat die Qualität der Appaloosa-Rasse nachhaltig verbessert, heutzutage findet man neben Freizeitpferden auch Spezialisten
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- wie Halter-, Pleasure-, Reining-Pferde bzw. Cutting-Linien bei den Appaloosas, die für den Einsatz in der jeweiligen Disziplin
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- im Turniersport besonders geeignet sind.
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- *) Pintaloosa: Tigerscheckung kombiniert mit Tobianoscheckung
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- Wenn ein Pferd sowohl das Tobiano- als auch das Tigerscheck-Gen hat, entsteht ein als Pintaloosa bezeichnetes Pferd.
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- Ein Pintaloosa hat gewöhnlich stark ausgeprägte weiße Abzeichen an den Beinen und Flecken, die sich von oben nach unten
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- ziehen, also eher senkrecht als waagerecht verlaufen. Beides sind typische Tobianomerkmale. Das Tigerscheckenerbe ist manchmal
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- schwer zu erkennen und macht sich nur dadurch bemerkbar, dass das Weiße im normal geöffneten Auge sichtbar ist. Wenn es deutlicher
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- hervortritt, können alle Zeichnungsmerkmale des Tigerscheckenkomplexes auftauchen. Das Pferd kann also dunkle Haut unter weißem
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- Fell, weiße Schneeflocken, kleine schwarze runde Flecken auf weißem Grund und weiße Stichelhaare, die im Laufe des Lebens mehr
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- werden, haben. Da bei beiden Scheckungsgenen der Kopf zu den letzten Körperteilen gehört, die weiß werden, haben Pintaloosas
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- relativ oft einen dunklen Kopf.
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